Pädagogische Begleitung

Vor 30 bis 35 Jahren als junge Mutter, habe ich vieles durch Versuch und Irrtum herausgefunden. In Kontakt mit der Pädagogik Rudolf Steiners zu kommen hat mich erleichtert und unterstützt. Ich fand darin eine Sichtweise, die eine gesunde kraftvolle und ganzheitliche Entwicklung unserer Kinder und unseres Menschseins insgesamt fördert.

Bei den Jungen Eltern, die ich begleite, ist es oft ein Wiedererkennen meiner eigenen Unsicherheit bezüglich dem was im Umgang mit dem Kind förderlich ist. Dadurch habe ich mich, angespornt durch meinen Enkel Jakob, wieder verstärkt mit Pädagogik befasst. Dabei ist mir klar geworden, dass ein paar simple Punkte unendlich kostbar für die Förderung der kindlichen Entwicklung sind:

Der innige aufmerksame Kontakt von Anfang an

Das beginnt mit der Schwangerschaft (Haptonomie = achtsame bewußte Kontaktaufnahme mit dem Baby im Bauch) und führt über ein entspanntes Wochenbett in die tiefste Prägungsphase der ersten drei Lebensjahre. Hier entsteht das Fundament für die Qualität eines neuen Menschenlebens.

Der Körperkontakt

Neun Monate wächst ein Baby in inniger Verschmelzung im Bauch der Mutter. Dieses Erleben von innigem Berührtsein, ja Einheit, ist so tief vertraut, dass wir darin unser Leben lang Geborgenheit und Sicherheit erfahren.  Vor allem im Haut zu Haut Kontakt. ( Wenn nicht traumatische Erfahrungen es verhindern) Deshalb ist "Tragen" und Babymassage so förderlich für die Entwicklung. Ein Urbedürfnis wird erfüllt, es ist Seelennahrung.

Wärme

Unser Wohlgefühl wird maßgeblich bestimmt von der Umgebungstemperatur. Ist es kalt, sind wir weniger entspannt, läßt die Aufmerksamkeit nach. Achte darauf, dass dein Baby sich immer mollig warm fühlt. Woll- und Wollseiden-Unterwäsche ist dafür bestens geeignet. Und schütze den empfindlichen Bereich Kopf immer mit einem Mützchen. Babys haben noch keinen voll entwickelten Wärmehaushalt und kühlen viel schneller aus als unsere großen Körper. Beachte das.

Hunger

Ähnliches gilt für das Sattsein. Haben wir Hunger werden wir unzufrieden, ungeduldig, ja manche Menschen sogar unausstehlich. Achte darauf, dein Baby/Kind nicht auf Nahrung warten zu lassen und darauf, dass Stillen/Essen immer in einem entspannten Setting statt findet. Vor allem Stillen ist, weit über die körperliche Nahrung hinaus, Seelennahrung.

Schlaf

Wieder die gleiche Thematik: sind wir müde, lässt die Aufmerksamkeit nach, werden wir unzufrieden, ungeduldig, ja aggressiv. Beachte die Anzeichen von Müdigkeit bei deinem Kind und hilf ihm möglichst schnell in die Ruhe zu finden. Das wird dir dann gut gelingen, wenn du selbst dabei innerlich ruhig werden kannst. Der Schlaf eines Kindes ist heilig, es finden auf Seelenebene tiefe Regenerations- und Heilungsprozesse statt. Wir können uns gesund schlafen.

Rhythmus

Regelmäßigkeit gibt Sicherheit. Davon profitiert dein Kind in seiner gesamten Entwicklung. Dass du, so gut wie möglich, die täglichen Abläufe in einen Rhythmus bringst, der dem Kind vertraut wird. An dem es sich entlang bewegen kann wie an einem roten Faden. Nicht zuletzt gibt es auch dir selbst Halt und macht den Alltag, gerade mit Kindern einfacher, wenn es sich denn erstmal eingespielt hat.

Zu dieser Thematik bereite ich gerade mit einer Freundin (Waldorfpädagogin) eine Reihe von pädagogischen Seminaren vor. Terminankündigung folgt.